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Nachtsprungstudie zeigt Nachtreise ist die Zukunft

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Nachtsprung Zürich 2040: Warum die Schweiz die Zukunft des Nachtreisens in Europa anführt Die Stadt Zürich und Zürich Tourismus haben eine wegweisende Studie veröffentlicht — und sie zeigt: Die Nachtreise ist keine Nostalgie, sondern die Zukunft des europäischen Reisens.

Was ist die Nachtsprung-Studie?


Im Januar 2026 veröffentlichten der Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich (UGZ) und Zürich Tourismus gemeinsam die Studie «Nachtsprung Zürich 2040». Das Ziel: Zürich als zentralen Hub in einem europaweiten Nachtsprung-Netzwerk zu etablieren — und damit gleichzeitig klimapolitische Ziele zu erreichen und die touristische Attraktivität der Stadt zu steigern.

Die Studie basiert auf einem mehrstufigen Prozess, in dem 48 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Tourismus, Mobilität, Nachhaltigkeit, Politik und Placemaking eingebunden waren. Ihr Ergebnis: zehn konkrete strategische Potenziale, die zeigen, wie die Vision eines europaweiten Nachtsprung-Netzwerks Realität werden kann.


Warum jetzt? Die Zahlen sprechen für sich.


Zwei Zahlen aus der Studie machen die Dringlichkeit deutlich:

Der internationale Tourismus in Europa wird bis 2035 um 40% wachsen (Quelle: Oxford Economics, Juni 2025). Ohne echte Alternativen zum Fliegen bedeutet das: mehr CO₂, mehr Überlastung an Flughäfen, mehr Druck auf städtische Infrastrukturen.

Gleichzeitig zeigen Umfragen: 62% der Schweizer Bevölkerung würden Nachtzug fahren — wenn das Angebot stimmt. Die Bereitschaft ist also längst vorhanden. Was fehlt, ist ein dichtes, komfortables und gut buchbares Nachtreise-Netzwerk.


Das Klimaargument: 10 bis 20 Mal weniger CO₂


Reisen ist eine der grössten persönlichen CO₂-Quellen — und Fliegen ist dabei mit Abstand das klimaschädlichste Verkehrsmittel. Die Nachtsprung-Studie hält fest: Der CO₂-Fussabdruck von Nachtbus und Nachtzug ist etwa 10 bis 20 Mal kleiner als beim Flugzeug.

Für Twiliner wurde diese Zahl von myclimate unabhängig verifiziert: Eine Twiliner-Reise verursacht bis zu 91% weniger CO₂-Emissionen als ein vergleichbarer Flug. Das entspricht zehn Twiliner-Reisen für denselben Fussabdruck wie ein einziger Flug.

René Estermann, Direktor des Umwelt- und Gesundheitsschutzes der Stadt Zürich, bringt es auf den Punkt: Der Nachtsprung sei ein Baustein der städtischen Klimastrategie — und ein Aufruf zum Handeln.


Nachtbus und Nachtzug: Ein gemeinsames Netzwerk


Ein zentrales Ergebnis der Studie: Nachtbus und Nachtzug sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich ideal. Der Nachtzug verbindet effizient die grossen europäischen Zentren auf den Hauptstrecken. Der Nachtbus erschliesst die Fläche — Destinationen, deren Nachfrage für eine eigene Zugverbindung nicht ausreicht, aber trotzdem nachts erreichbar sein sollten.

Der entscheidende Vorteil des Nachtbusses: Er ist schnell skalierbar. Er braucht keine Schieneninfrastruktur, keine Trassenzeiten und kann flexibel auf saisonale Schwankungen reagieren. Mit Anschaffungskosten von rund 750.000 CHF pro Fahrzeug ist er deutlich günstiger als Schienenfahrzeuge — und wird aktuell noch ohne staatliche Subventionen profitabel betrieben.

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Zürich als Herzstück Europas


Die zentrale Lage der Schweiz macht Zürich zum idealen Drehkreuz eines europaweiten Nachtsprung-Netzwerks. Von Zürich aus sind mit dem Nachtsprung weite Teile Europas innerhalb von zehn Stunden erreichbar — von Amsterdam bis Barcelona, von Paris bis Wien.

Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, sieht darin eine strategische Chance: «Der Nachtsprung bietet enormes Potenzial für unsere Stadt. Er erschliesst neue Zielgruppen und schafft Raum für innovative Reiseerlebnisse. Unsere zentrale Lage im Herzen Europas prädestiniert uns als Drehkreuz eines modernen Nachtsprung-Netzwerks.»


Was das für Reisende bedeutet


Die Vision der Studie ist konkret: Bis 2040 soll der Nachtsprung ein selbstverständlicher Teil des europäischen Mobilitätssystems sein. Reisende buchen Nachtbus und Nachtzug genauso einfach wie heute ein Flugticket — mit Vergleich von Reisezeit, Komfort, Preis und CO₂-Bilanz auf einen Blick.

Für Reisende heute bedeutet das: Wer jetzt mit Twiliner reist, ist nicht nur früher in der Zielstadt. Er ist Teil einer Bewegung, die das Reisen in Europa grundlegend neu denkt.

Quellen: Nachtsprung Zürich 2040, Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich / Zürich Tourismus, Januar 2026. Oxford Economics, Stand Juni 2025. myclimate Impact Analysis, Twiliner AG, März 2024.